Nachhaltige Kalender 2021

Von Blumen und der Unendlichkeit

13. November 2020 • 11:56 Uhr

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Langlebige Kalender sind immer nachhaltiger. (Foto: Roterfaden)

Jedes Jahr ein neuer Kalender? Ist das eigentlich nachhaltig? Nicht unbedingt. Dabei gibt’s längst nachhaltige und vor allem clevere Kalendersysteme für die Tasche, den Schreibtisch oder die Wand.

Vielleicht sollten wir uns für 2021 eines vornehmen: Nicht immer nach „Nachhaltigkeit“ suchen, sondern nach schlicht besseren, langlebigen, umweltfreundlichen und nützlichen Produkten. Der Begriff nutzt sich zunehmend ab, obwohl er bedeutsam ist. Nachhaltige Kalender scheinen auch absolut sinnvoll zu sein, denn zum Jahresende wandern Millionen konventionelle Almanache in die Tonne, um durch neue ersetzt zu werden. Geht das nicht besser? Ja, klar!

Der Wachsende Kalender: zum Aussähen und Nachfüllen

Im Sommer 2018 finanzierten die Erfinder von Der Wachsende Kalender ihre Idee erfolgreich via Crowdfunding. Mittlerweile ist die 2021er-Ausgabe erhältlich, die wieder jeden Monat Samen zum Aussähen mitbringt. Wie im letzten Jahr gibt es die Variante „Zwölfmalklug“, die die Macher als besonders nachhaltig bezeichnen. Denn ihr könnt den Kalender mit seinen 12 Bauernweisheiten wiederverwenden. Wenn ihr separat erhältliche Nachfüll-Sets erwerbt, erweckt ihr Monat für Monat neue Pflänzchen zum Leben – Jahr für Jahr.

Zwölfmalklug lässt jeden Monat Pflanzen wachsen. (Foto: Der Wachsende Kalender)
Zwölfmalklug lässt jeden Monat Pflanzen wachsen. (Foto: Der Wachsende Kalender)

Dass Der Wachsende Kalender aus Recycling-Papier besteht, auf Ökofarben setzt und plastikfrei ist, versteht sich von selbst. Erhältlich ist er beim Hersteller.

Ein guter Plan 2021

Den Terminkalender „Ein guter Plan“ könnte man schon als Klassiker bezeichnen, denn seit etlichen Jahren beglückt er die Menschen. Zitate, Tipps, Reflexionen mit Zielsetzungen und Techniken zum Erlernen der Achtsamkeit erhaltet ihr auch in der 2021er-Version.

Jedes Jahr gibt es einen guten Plan. (Foto: Ein guter Verlag)
Jedes Jahr gibt es einen guten Plan. (Foto: Ein guter Verlag)

Auf die Umwelt achten die Verantwortlichen natürlich auch. Ein guter Plan 2021 wurde klimaneutral produziert, besteht komplett aus Altpapier, wird hierzulande hergestellt und verzichtet grundsätzlich auf Folie. Vegan ist er außerdem, da pflanzlicher Leim und natürliche Farben verwendet werden.

Ich habe mir für 2021 bereits die Variante Ein guter Plan Family gesichert. Sie soll dabei helfen, das Familienleben achtsamer zu gestalten und die eigenen Bedürfnisse nicht zu vergessen. Und im Kalender ist natürlich Platz für die Termine aller Familienmitglieder.

Bei Amazon oder auf einguterplan.de zahlt ihr für die aktuelle Ausgabe knapp 25 Euro. Nicht günstig, aber – und das dürften viele Besitzer bestätigen – stets sein Geld wert.

So behaltet ihr den roten Faden

Die Idee für die Kalender von Roterfaden entstand bereits 2006. Längst reden wir also über ein etabliertes System, bei dem ihr ähnlich wie bei einem Filofax jährlich neue Kalender einheftet. Spannend ist, dass ihr zahlreiche Kalenderarten wie Jahreskalender, Notizkalender, Geburtstagskalender und dergleichen einsetzen könnt.

Roterfaden nennt seine Kalender Taschenbegleiter. Sie bestehen aus recyceltem Gummi, pflanzlich gegerbtem (Recycling-)Leder oder anderen Materialien, die auf Langlebigkeit ausgelegt sind. Da sie in Handarbeit in Deutschland entstehen, ist der Preis entsprechend hoch – ihr zahlt anfänglich gut und gerne um die 100 Euro. Erhältlich auf der offiziellen Webseite, die auch weitere Hintergründe parat hält.

Jahrsplaner aus Gras

Bücher und Notizhefte gibt es bei Matabooks schon länger. Neu sind jetzt die ersten mit dem V-label als vegan zertifizierten Kalender deutschlandweit. Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern sieht auch noch sehr hübsch aus! Die Kalender bestehen aus Graspapier, was eine deutlich bessere Ökobilanz als herkömmliches Papier hat. Alles ist “Made in Germany” und frei von tierischen Bestandteilen. Strukturierte Wochen- und Monatsübersichten im minimalistischen Design sowie viel Platz für Notizen lassen Raum für die eigene Kreativität. Und natürlich sind die Kalender, wie schon die anderen Produkte, liebevoll illustriert. Kaufen könnt ihr die Kalender für zirka 22 Euro direkt im Matabooks-Shop oder im Avocadostore. Oder, wenn ihr Glück habt, in eurer Buchhandlung oder im Unverpackt-Laden um die Ecke.

Umweltfreundlicher Familienkalender

In vielen Familien ist der Kalender mit den Terminen für alle Familienmitglieder nicht wegzudenken. Schön, wenn es dafür auch eine Variante gibt, bei der die Macher auf einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Natur und der Umwelt achten: In Deutschland auf Recyclingpapier mit Biofarben gedruckt, ist der farbenfrohe Kalender von Frau Ottilie ein schöner Farbtupfer an der Wand. Für 6 Personen ist Platz für Termine. Er kostet rund 13 Euro.

Umweltfreundlicher Familienkalender (Foto: Frau Ottilie)
Umweltfreundlicher Familienkalender (Foto: Frau Ottilie)

Nahezu jeder „Dauerkalender“ ist nachhaltig(er)

Statt sich jährlich einen neuen Kalender zuzulegen, ist die an sich immer nachhaltigere Alternative, zu einem Dauerkalender zu greifen. Sofern der Kalender lediglich dazu dienen soll, das aktuelle Datum anzuzeigen. Klassiker aus Holz, bei denen ihr die Tage und Monate täglich wechseln müsst, sind zwar nicht allzu bequem, dafür allerdings zeitlos und meist schön anzusehen. Zum Beispiel der Classy von 4betterdays, den es unter anderem im Avocadostore gibt. Und das tägliche Umbauen kann man zudem zu einem kleinen Ritual am Morgen werden lassen. Hübsch ist auch der Dauerkalender „Klare Form“ von Entia. Der bietet die Möglichkeit, auch die Jahreszeit mitsamt Motiv zu tauschen. Hergestellt wird dieser unter fairen Bedingungen in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

Ein ewiger Kalender hält....ewig. (Foto: Entia)
Ein ewiger Kalender hält….ewig. (Foto: Entia)

Persönlich bin ich der Auffassung, dass jede Art von Dauerkalender, der als „Ewiger Kalender“ fungieren soll, gut sein kann – auch wenn Kunststoff bei der Produktion zum Einsatz kommt. Umso länger ihr ein- und dasselbe Produkt nutzt, desto geringer ist die Müllbelastung. Und es werden Ressourcen gespart beziehungsweise geschont. Kostspielig sind gerade die typischen Dauerkalender, die es auch in Papierform oder mit schlauen Sprüchen gibt, eh nicht. Hier geht’s bei 10 Euro los. Immerwährender Kalender ist in diesem Zusammenhang ein Begriff, der häufiger fällt.

Welchen Kalender nutzt ihr denn dieses Jahr? Ich freue mich über Kommentare unter diesen Zeilen.

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Über Anne-Kathrin Gericke

Anne-Kathrin interessiert sich für nachhaltige Themen wie Zero Waste und bewussten Konsum und versucht, das Wissen im Alltag anzuwenden. Gerne möchte sie auch ihre Mitmenschen von diesen Ideen überzeugen. Ansonsten arbeitet sie als Softwareentwicklerin, liebt die Fotografie und verreist sehr gern.


Dieser Beitrag wurde am 13. November 2020 zuletzt aktualisiert.

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