Padi

Gesichtsmasken aus recyceltem Ozeankunststoff

15. Mai 2020 • 11:21 Uhr

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Diese Gesichtsmaske besteht aus Ozeanmüll. (Foto: Padi)

Krisen machen erfinderisch. Schützt euch und euer Gegenüber, indem ihr euch Kunststoff ins Gesicht hängt, das zuvor noch in den Weltmeeren schwamm. Padi macht es mit nachhaltigen Gesichtsmasken möglich.

Langsam gewöhnen wir uns an die Notwendigkeit, zum Beispiel beim Einkaufen Mund-Nasen-Bedeckungen tragen zu müssen. Mittlerweile sind solche regulär und für jeden Geldbeutel erhältlich – von Profi-Lösungen bis hin zu selbstgenähten Unikaten bekommt ihr eine große Auswahl. Doch was ist mit nachhaltigen Gesichtsmasken? Die haben die Professional Association of Diving Instructors (Padi) und das Unternehmen Rash’R jetzt parat.

Nachhaltige Gesichtsmasken aus recyceltem Plastik

Padi und die auf umweltfreundliche Activewear spezialisierte Firma Rash’R arbeiteten für eine Idee zusammen: Sie entwarfen schicke Gesichtsmasken, die vor allem aus recycelten Plastikflaschen aus den Weltmeeren bestehen. Unterstützt wurden die Unternenhemn von Ocean Balance, deren Geschäftsidee es ist, Kunststoff aus dem Ozean zu sammeln und diesen in tragbaren Stoff umzuwandeln.

Die Ergebnisse sehen attraktiv aus, bieten aber auch einiges. Das Obermaterial besteht komplett aus wiederverwertetem Polyester aus Meeresabfällen, das Futter wiederum immerhin zu 92 Prozent. Der Rest ist aus Elasthan, was vielleicht nicht die optimale Wahl ist, da dieses Material unter Umständen Allergien verursachen kann.

Umweltfreundlichere Masken für Eltern und Kinder

Die Behelfsmasken können mit PM2.5-Kohlefiltern versehen werden. Diese helfen zwar gegen Viren, nicht aber gegen Covid-19. Fünf solche Filter liegen dem Lieferumfang bei. Ebenfalls könnt ihr euer Exemplar regulär in der Maschine waschen.

Varianten für Kinder gibt es auch. (Foto: Padi)
Varianten für Kinder gibt es auch. (Foto: Padi)

Die Verantwortlichen haben Exemplare für Erwachsene und Kinder zwischen 4 und 10 Jahren im Angebot. Die auf der Webseite angegebenen Preise entsprechen den Kosten für die Produktion. Denn die Macher möchten keine Gewinne erzielen, sondern einen positiven Beitrag zur Corona-Krise leisten, aber zugleich auf die Plastikverschmutzung in den Meeren aufmerksam machen. Daher wurden bewusst eher maritime Motive für die Masken gewählt.

Großer Erfolg

Eigenen Aussagen zufolge konnten bereits für die Erstauauslieferungsmenge über 600 Kilogramm Plastikmüll verarbeitet werden. Die Nachfrage war zu Beginn so groß, dass einige Varianten der Padi-Masken bereits ausverkauft sind. Ihr könnt euch informieren lassen, sobald sie wieder erhältlich sind.

Über 15.000 Stück wurden eigenen Aussagen zufolge schon verkauft. Eine beachtliche Menge, zumal eine solche Maske preislich bei umgerechnet 20 Euro liegt. Günstig ist sie also nicht, andererseits reden wir im besten Fall über ein Mehrwegprodukt, das zum Großteil aus recyceltem Plastikmüll besteht und hoffentlich lange genutzt werden kann. Und ich bin gespannt, was wir in hoffentlich einigen Monaten aus alten, gebrauchten Schutzmasken basteln….

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Über Sven

Dass es nicht nur alberne und eigentlich total überflüssige Gadgets gibt, möchte Sven mit GreenGadgets.de beweisen. Denn er ist davon überzeugt, dass auch kleine Ideen, Produkte und "Spielzeuge" die Menschen bereichern können. Abgesehen davon ist Sven als freiberuflicher Berater und Schreiberling tätig. Mehr über ihn gibt's auf Wernicke.net.


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