Bubble

Food Tracker für die Küche hilft gegen Lebensmittelverschwindung

27. Februar 2020 • 18:26 Uhr

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Stylisch und vielleicht eine Hilfe, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. (Foto: Altino Alex)

Ein übles Luxusproblem: Wir verschwenden tagtäglich Lebensmittel. Zwei Designer entwarfen mit Bubble ein System, durch das ihr weniger Obst, Gemüse und andere Frischeprodukte wegwerft.

Eine von vielen „Baustellen“ der Gegenwart ist das große Problem der Lebensmittelverschwendung. Wir kaufen Waren unbedacht und lassen sie in der Küche beziehungsweise im Kühlschrank vergammeln. Schätzungen zufolge werden weltweit rund 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel entsorgt, bevor sie gegessen werden. Das entspricht rund einem Drittel der global produzierten und zum Verzehr gedachten Waren. Die Industrie-Designer Altino Alex und Savin Dimov erschufen mit dem Bubble Food Tracker eine Lösung, mit der Privathaushalte dafür sorgen können, dass weniger Obst und Gemüse in der Tonne landen.

Elektronik darf nicht fehlen. (Foto: Altino Alex)
Elektronik darf nicht fehlen. (Foto: Altino Alex)

So funktioniert der Bubble Food Tracker

Bei Bubble handelt es sich um Gefäße, die beispielsweise auf stylische Weise in der Küche von der Decke hängen. In diesen legt ihr Möhren, Äpfel, Zwiebeln, Zuccini, Eier und dergleichen ab – wie ihr es von einem ganz normalen Aufbewahrungsbehälter gewohnt seid. Im Inneren von Bubble werkelt allerdings moderne Technik. Ein Kompressor schützt die Lebensmittel, indem der Luftdruck angepasst wird. Das steigert die Haltbarkeit.

Eine interessante und sicherlich auch unterhaltsame „Spielerei“ ist dagegen die automatische Erkennung der Nahrung. Das eigentliche Herzstück des Bubble Food Trackers ist die Smartphone-App, die das vorhandene Obst und Gemüse digital speichert. Unterwegs, zum Beispiel beim Einkaufen im Supermarkt, erhaltet ihr so stets die Information, was noch daheim vorhanden ist.

Simple Idee, die helfen könnte

Stets zu wissen, was ihr zu Hause zum Essen parat habt, könnte vermeiden, unnötige Einkäufe zu tätigen oder gar etwas verderben zu lassen. In ähnliche Richtungen gehen auch Konzepte großer Hersteller, die beispielsweise ihre Kühlschränke mit smarten Elementen versehen. Samsung integriert unter anderem die sogenannte Food Cam, mit der ihr mit dem Smartphone aus der Ferne in euren Kühlschrank schaut.

Mit der App vermeidet ihr Doppelkäufe und verschwendet im besten keine Nahrung. (Foto: Altino Alex)
Mit der App vermeidet ihr Doppelkäufe und verschwendet im besten keine Nahrung. (Foto: Altino Alex)

Wahrscheinlich ist der Bubble Food Tracker auch „nur“ ein potenzieller Baustein für eine moderne Zero-Waste-Lebensweise, nicht aber eine Komplettlösung. Andererseits sagen aktuelle Studien, dass wir die unglaubliche Vergeudung in Deutschland durch bessere Lagerung und bewusstes Einkaufen minimieren könnten. In Anbetracht der Tatsache, dass wir durchschnittlich 85 Kilogramm pro Jahr wegwerfen, ist ein Umdenken nötig. Vielleicht könnten solche Gadgets helfen?

Der Bubble Food Tracker von Altino und Savin ist derzeit leider nur ein Design-Entwurf. Die stylischen Boxen gibt’s noch nicht zu kaufen, die App existiert in dieser Form auch nicht. Ob sich das in den kommenden Monaten oder Jahren ändern? Unklar. Ein paar Infohäppchen erhascht ihr auf der extra eingerichteten Webseite.

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Über Sven

Dass es nicht nur alberne und eigentlich total überflüssige Gadgets gibt, möchte Sven mit GreenGadgets.de beweisen. Denn er ist davon überzeugt, dass auch kleine Ideen, Produkte und "Spielzeuge" die Menschen bereichern können. Abgesehen davon ist Sven als freiberuflicher Berater und Schreiberling tätig. Mehr über ihn gibt's auf Wernicke.net.


Dieser Beitrag wurde am 27. Februar 2020 zuletzt aktualisiert.

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