Hunu

Dieser Mehrwegbecher passt in die Hosentasche

13. Februar 2020 • 9:18 Uhr

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Fast so dünn wie eine Flunder. (Foto: Hunu)

Klein, kleiner, Hunu. Dieser Kaffeebecher ersetzt nicht nur Wegwerfbehälter aus Pappe, er ist auch sehr viel kompakter als nahezu alle anderen Mehrweg-Alternativen.

Seit Jahren reden wir intensiv darüber: Der Kaffee zum Mitnehmen verursacht Unmengen an Müll. Besser ist es also, Mehrwegbecher oder zunehmend beliebter werdende Ideen wie Recup zu nutzen. Doch machen wir uns nichts vor – es ist recht unbequem, ständig einen Trinkbehälter mit sich herumzutragen und diesen auch noch verstauen zu müssen. Hier kommt Hunu ins Spiel.

Nach dem Sport einfach den Kaffeebecher herausholen - wie praktisch. (Foto: Hunu)
Nach dem Sport einfach den Kaffeebecher herausholen – wie praktisch. (Foto: Hunu)

Hunu – extrem kompakter Coffee-to-go-Becher

Vorweg sei gesagt: Hunu erfindet das Rad nicht neu, wie der Klappbecher Pokito, das ähnlich geartete Stojo und der sogar bei Amazon erhältliche Rocontrip (und zig identische Kopien) zeigen. Doch die Lösung des Designers Vince Dickson und des Models Megan Williams ist noch eine ganze Ecke kleiner.

Vince und Megan erzählen die eigentlich typische Geschichte, die man schon unzählige Male gehört hat: Sie fanden heraus, wie „schlimm das Problem mit der Einweg-Kaffeetasse war“ und machten sich auf die Suche nach einer wiederverwendbaren Alternative. Mit Unterstützung professioneller, britischer Produktdesigner entstand Hunu, das aus Silikon (FDA- und LFGB-zertifiziert) besteht. Zusätzlich kommt Bambus für den Deckel, Hitzeschutz und Verschluss zum Einsatz. BPA-frei, Verzicht auf Chemikalien, hitzebeständig, lebensmittelecht, für Spülmaschinen geeignet – alles dabei.

Viel interessanter ist allerdings, dass Hunu zusammengeklappt nur zwei Zentimeter dick ist und weniger als 100 Gramm wiegt. Ja, dieser Becher passt in die Hosen- oder Jackentasche, was in meinen Augen DAS Alleinstellungsmerkmal sein dürfte. Die Vergleichsgrafik des Duos zeigt auch den Vorteil gegenüber anderen Lösungen.

Im Gegensatz zur Konkurrenz gewinnt Hunu. (Foto: Hunu)
Im Gegensatz zur Konkurrenz gewinnt Hunu. (Foto: Hunu)

Hip und stylisch

Obwohl ich die Argumente („Nachhaltigkeit“, Alternativen zu Einweg…) langsam nicht mehr hören kann, weil sie von unzähligen Startups immer und immer wieder verwendet werden, gefällt mir Hunu aufgrund seiner kompakten Ausmaße. Hier kann ich mir wirklich gut vorstellen, dass ich einen solchen Becher immer mit mir herumtragen möchte. Der Klappmechanismus hat einen gewissen Coolness-Faktor, das Isolierband sorgt für zusätzlichen Schutz.

Für jede Hosentasche. (Foto: Hunu)
Für jede Hosentasche. (Foto: Hunu)

Zudem achten die Verantwortlichen auf die Wünsche der Kaffeeliebhaber. Es passen zwar „nur“ 240ml in das Gefäß, aber das genügt für Americano, Flat White, Cortado und Espresso sowieso.

Nicht perfekt, aber erfolgreich

Zwar mag Silikon als Kunststoff nicht das Maß aller Dinge sein, da sich das Material schlecht recyceln lässt, doch Vince und Megan konnten keinen Stoff ausfindig machen, der besser geeignet ist. Auch wird der Becher in China hergestellt, Firmen ließen sich im Heimatland Großbritannien offenbar nicht finden? Löblich wiederum ist, dass die Verpackung aus recycelter Pappe ist und komplett auf Plastik verzichtet.

So oder so: Hunu kommt schon jetzt hervorragend an. Weit über 80.000 Euro nahm das Team bei Kickstarter ein, um die Produktion professionalisieren zu können. Schießt ihr jetzt noch euer Geld vor, könnt ihr im Juni 2020 euer persönliches Exemplar in den Händen halten. Kostenpunkt: zirka 25 Euro. Günstig ist Hunu also nicht. Erwähnter Pokito ist geringfügig billiger, aber deutlich wuchtiger im Vergleich…

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Über Sven

Dass es nicht nur alberne und eigentlich total überflüssige Gadgets gibt, möchte Sven mit GreenGadgets.de beweisen. Denn er ist davon überzeugt, dass auch kleine Ideen, Produkte und "Spielzeuge" die Menschen bereichern können. Abgesehen davon ist Sven als freiberuflicher Berater und Schreiberling tätig. Mehr über ihn gibt's auf Wernicke.net.


Dieser Beitrag wurde am 13. Februar 2020 zuletzt aktualisiert.

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