Nachhaltige Kalender 2020

Von Blumen und der Unendlichkeit

30. Dezember 2019 • 20:47 Uhr

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Langlebige Kalender sind immer nachhaltiger. (Foto: Roterfaden)

Jedes Jahr ein neuer Kalender? Ist das eigentlich nachhaltig? Nicht unbedingt. Dabei gibt’s längst nachhaltige und vor allem clevere Kalendersysteme.

Vielleicht sollten wir uns für 2020 eines vornehmen: Nicht immer nach „Nachhaltigkeit“ suchen, sondern nach schlicht besseren, langlebigen, umweltfreundlichen und nützlichen Produkten. Der Begriff nutzt sich zunehmend ab, obwohl er bedeutsam ist. Nachhaltige Kalender scheinen auch absolut sinnvoll zu sein, denn zum Jahresende wandern Millionen konventionelle Almanache in der Tonne, um durch neue ersetzt zu werden. Geht das nicht besser? Ja, klar!

Der Wachsende Kalender: Jetzt noch nachhaltiger

Im Sommer 2018 finanzierten die Erfinder von Der Wachsende Kalender ihre Idee erfolgreich via Crowdfunding. Mittlerweile ist die 2020er-Ausgabe erhältlich, die wieder jeden Monat Samen zum Aussähen mitbringt. Neu ist die Variante „Zwölfmalklug“, die die Macher als besonders nachhaltig bezeichnen. Denn ihr könnt den Kalender mit seinen 12 Bauernweisheiten wiederverwenden. Wenn ihr separat erhältliche Nachfüll-Sets erwerbt, erweckt ihr Monat für Monat neue Pflänzchen zum Leben – Jahr für Jahr.

Zwölfmalklug lässt jeden Monat Pflanzen wachsen. (Foto: Der Wachsende Kalender)
Zwölfmalklug lässt jeden Monat Pflanzen wachsen. (Foto: Der Wachsende Kalender)

Dass Der Wachsende Kalender aus Recycling-Papier besteht, auf Ökofarben setzt und plastikfrei ist, versteht sich von selbst. Erhältlich ist er beim Hersteller.

Ein guter Plan 2020

Den Terminkalender „Ein guter Plan“ könnte man schon als Klassiker bezeichnen, denn seit etlichen Jahren beglückt er die Menschen. Zitate, Tipps, Reflexionen mit Zielsetzungen und Techniken zum Erlernen der Achtsamkeit erhaltet ihr in der 2020er-Version.

Jedes Jahr gibt es einen guten Plan. (Foto: Ein guter Verlag)
Jedes Jahr gibt es einen guten Plan. (Foto: Ein guter Verlag)

Auf die Umwelt achten die Verantwortlichen natürlich auch. Ein guter Plan 2020 wurde klimaneutral produziert, besteht komplett aus Altpapier, wird hierzulande hergestellt und verzichtet grundsätzlich auf Folie. Vegan ist er außerdem, da pflanzlicher Leim und natürliche Farben verwendet werden.

Bei Amazon oder auf einguterplan.de zahlt ihr für die aktuelle Ausgabe knapp 25 Euro. Nicht günstig, aber – und das dürften viele Besitzer bestätigen – stets sein Geld wert.

So behaltet ihr den roten Faden

Die Idee für die Kalender von Roterfaden entstand bereits 2006, längst reden wir also über ein etabliertes System, bei dem ihr ähnlich wie bei einem Filofax jährlich neue Kalender einheftet. Spannend ist, dass ihr zahlreiche Kalenderarten wie Jahreskalender, Notizkalender, Geburtstagskalender und dergleichen einsetzen könnt.

Roterfaden nennt seine Kalender Taschenbegleiter, sie bestehen aus recyceltem Gummi, pflanzlich gegerbtem (Recycling-)Leder oder anderen Materialien, auf auf Langlebigkeit ausgelegt sind. Da sie in Handarbeit in Deutschland entstehen, ist der Preis entsprechend hoch – ihr zahlt anfänglich gut und gerne um die 100 Euro. Erhältlich auf der offiziellen Webseite, die auch weitere Hintergründe parat hält.

Nahezu jeder „Dauerkalender“ ist nachhaltig(er)

Statt sich jährlich einen neuen Kalender zuzulegen, ist die an sich immer nachhaltigere Alternative, zu einem Dauerkalender zu greifen. Klassiker aus Holz, bei denen ihr die Tage und Monate täglich wechseln müsst, sind zwar nicht allzu bequem, dafür allerdings zeitlos und meist schön anzusehen. Zum Beispiel der Classy von 4betterdays, den es unter anderem im Avocadostore gibt.

Hübsch ist der Dauerkalender „Klare Form“ von Entia. Der bietet die Möglichkeit, auch die Jahreszeit mitsamt Motiv zu tauschen. Hergestellt wird dieser unter fairen Bedingungen in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

Ein ewiger Kalender hält....ewig. (Foto: Entia)
Ein ewiger Kalender hält….ewig. (Foto: Entia)

Persönlich bin ich der Auffassung, dass jede Art von Dauerkalender, der als „Ewiger Kalender“ fungieren soll, gut sein kann – auch wenn Kunststoff bei der Produktion zum Einsatz kommt. Umso länger ihr ein- und dasselbe Produkt nutzt, desto geringer ist die Müllbelastung. Und es werden Ressourcen gespart beziehungsweise geschont. Kostspielig sind gerade die typischen Dauerkalender, die es auch in Papierform oder mit schlauen Sprüchen gibt, eh nicht. Hier geht’s bei 10 Euro los. Immerwährender Kalender ist in diesem Zusammenhang ein Begriff, der häufiger fällt.

Welchen Kalender nutzt ihr denn dieses Jahr? Ich freue mich über Kommentare unter diesen Zeilen.

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Über Sven

Dass es nicht nur alberne und eigentlich total überflüssige Gadgets gibt, möchte Sven mit GreenGadgets.de beweisen. Denn er ist davon überzeugt, dass auch kleine Ideen, Produkte und "Spielzeuge" die Menschen bereichern können. Abgesehen davon ist Sven als freiberuflicher Berater und Schreiberling tätig. Mehr über ihn gibt's auf Wernicke.net.


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