ChlamyYummy

Mit einer Grünalge gegen Plastikmüll

28. Juni 2019 • 13:48 Uhr

Teilen:
Algen gegen PET - das klingt spannend. (Foto: iGEM TU Kaiserslautern)

Eine modifizierte Grünalge könnte in der Lage sein, den Kunststoff PET umweltfreundlich zu recyceln. Das Projekt ChlamyYummy braucht allerdings eure Unterstützung.

Studierende der Technischen Universität Kaiserslautern sowie die dortigen Arbeitsgruppen Molekulare Biotechnologie und Mikrobiologie sind einer spannenden Idee auf der Spur: Ist es vielleicht möglich, eine Grünalge so zu verändern, dass sie Abfälle aus PET und sogar Mikroplastik umweltfreundlich zersetzen kann? Unser allgegenwärtiges Plastikproblem könnte so zumindest gravierend verringert werden.

Was steckt hinter ChlamyYummy?

Besagte Studierende und ihre Unterstützer nennen ihr Projekt ChlamyYummy. Hinter dieser Bezechnung verbirgt sich tatsächlich das ambitionierte Ziel, eine effiziente Recycling-Methode für Produkte aus PET (Plastikflaschen, Verpackungen, Behälter etc.) zu finden. Hier kommt Chlamydomonas reinhardtii ins Spiel. Diese natürlich auftrende Grünalage müsste so modifiziert werden, dass es in der Lage ist, Polyethylenterephthalat in seine Grundbausteine zu zerlegen. Im besten Fall könnte so aus PET der Biotreibstoff Ethanol werden.

So könnte die Funktionsweise aussehen. (Foto: iGEM TU Kaiserslautern)
So könnte die Funktionsweise aussehen. (Foto: iGEM TU Kaiserslautern)

Zusätzlich reizvoll klingt das Bestreben, ein Verfahren zu entwickeln, bei dem sich die Alge an Plastikpartikel anlagert. Dadurch lässt sich Mikroplastik abbauen und recyceln.

Das Bio-Recycling-Verfahren braucht Unterstützung

Das Team verspricht ein innovatives Bio-Recyclingverfahren für PET, um endlich eine Lösung für die Umweltbelastung vor allem durch Mikroplastik anbieten zu können. Es gibt allerdings ein Problem: Das Forschungsprojekt wird zwar unter anderem von der Hochschulleitung der TU Kaiserslautern und der BioComp-Nachwuchsförderung finanziell unterstützt, doch genügen diese Summen nicht zum vollständigen Decken der Kosten. Abhilfe soll eine Crowdfunding-Kampagne schaffen.

Bei Startnext sammelt das Team gegenwärtig beispielsweise für die Beschaffung von Labormaterialien Geld von Interessierten ein. Weit über 4000 Euro sind schon zusammengekommen, vielleicht klappt’s sogar mit dem nächsten Ziel von 10.000 Euro. Da die Mitarbeiter ehreamtlich tätig sind, könnten also schon verhältnismäßig geringe Geldmengen für eine Fortführung des Projekts hilfreich sein. Als Gegenleistung bieten die Studentinnen und Studenten unter anderem Kunstwerke, Mehrwegflaschen und andere Präsente – ihr bekommt also auch materielle Gegenleistungen. Letztlich aber geht es natürlich in erster Linie darum, ein effektives Recycling von PET zu ermöglichen.

Weitere Details erhaltet ihr nicht nur bei Startnext im Rahmen der Crowdfunding-Kampagne, sondern ebenfalls auf der extra eingerichteten Webseite.

Teilen:

Keine Kommentare

Kommentar schreiben

1 Pingback

  1. 4. Juli 2019 at 12:07