Outlery

Praktisches Besteck statt Plastikmüll

4. Juni 2019 • 7:15 Uhr

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Praktisches Besteck aus Edelstahl zum Zusammenschrauben. (Foto: Outlery)

Bis 2021 haben die EU-Staaten Zeit, unter anderem Einwegbesteck aus Plastik komplett zu verbannen. Doch welche Alternativen gibt es? Wie wäre es mit Outlery?

Noch zwei Jahre lang bleibt Gastronomen Zeit, euch Getränke und Speisen mit Einweg-Geschirr sowie -Besteck, Trinkhalmen oder Bechern zu servieren. Doch wozu so lange warten, wenn ihr auch selbst aktiv werden könnt? Die Essstäbchen (z.B. für Sushi) und Messer, Gabel, Löffel des jungen Unternehmens Outlery verzichten auf Kunststoff und lassen sich unkompliziert transportieren.

Verstaut das Besteck in einer kleinen Bock. (Foto: Outlery)
Verstaut das Besteck in einer kleinen Bock. (Foto: Outlery)

Outlery sieht sich als Alternative zum Plastikbesteck

Die Idee: Das Besteck besteht aus jeweils drei Teilen. Indem ihr diese zusammenschraubt, entstehen vollwertige Messer, Gabeln, Löffel und besagte Stäbchen. Als Material kommt Edelstahl zum Einsatz, denn Plastik war für die Schöpfer kein Thema. Und auch Holz wollte das Team nicht verwenden, da sich dieses verhältnismäßig schlecht reinigen lässt.

Clever ist zweifelsohne das mal wieder einfache Konzept. Denn in einer kleinen Box aus recyeltem Blech befinden sich alle nötigen Stücke, die Schachtel lässt sich schnell zum Beispiel in der (Hosen-)Tasche oder im Rucksack verstauen.

Wozu Outlery gut sein soll? Ihr könnt es euch sicherlich denken: Holt an der Imbissbude euer eigenes Besteck heraus, statt euch wie zuvor Plastik in den Mund zu schieben. Die Umwelt schont ihr im Laufe der Zeit damit sowieso, da ihr unnötigen Müll vermeidet. Es ist wohl auch unwahrscheinlich, dass das Stahl-Besteck zerbricht.

Riesiger Erfolg bei Kickstarter

Zumindest bei Kickstarter sind die zwei Editionen von Outlery – also Standard-Besteck und Stäbchen – ein gewaltiger Erfolg. Innerhalb kürzester Zeit kamen über eine halbe Million Euro zusammen, obwohl die Erfinder für den Anfang nur 5000 Euro haben wollten. Sichern könnt ihr euch auf dem Crowdfunding-Portal ein Set ab 18 Euro. Für 32 Euro bekommt ihr das Paket mit Messer, Löffel und Gabel, was also nicht ganz günstig ist. Im Oktober 2019 soll die Auslieferung starten.

Tatsächlich gibt’s bisher noch nicht allzu viele Mitbewerber. Camping-Besteck wie das von Outdoor Freaks ist zwar billiger, aber einerseits nicht vollständig plastikfrei, andererseits für Stadtmenschen des 21. Jahrhunderts auch nicht allzu attraktiv. Interessant dagegen ist die Richtung von Spoontainable. Das sind nachhaltige (Eis-)Löffel. die ihr nach dem Essen einfach verspeisen könnt.

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Über Sven

Dass es nicht nur alberne und eigentlich total überflüssige Gadgets gibt, möchte Sven mit GreenGadgets.de beweisen. Denn er ist davon überzeugt, dass auch kleine Ideen, Produkte und "Spielzeuge" die Menschen bereichern können. Abgesehen davon ist Sven als freiberuflicher Berater und Schreiberling tätig. Mehr über ihn gibt's auf Wernicke.net.


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