Petit Place

Autarkes Tiny House basierend auf Open-Source-Bauplänen

5. Juli 2018 • 11:36 Uhr

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Schön ist es auch noch. (Foto: RoosRos)

Offene Strukturen, modulare Bauweise und einfach genug, um ohne zusätzliche Hilfe aufgebaut zu werden – das Petit Place verfolgt ein modernes Tiny-House-Konzept.

Bereits seit etlichen Jahren bietet die uneigennützige WikiHouse Foundation eine digitale Bibliothek an. Diese enthält zahlreiche Unterlagen, Pläne und Hilfen für den Bau eines eigenen Hauses. 3D-Modelle, Materialien und Handbücher stehen zum Gratis-Download bereit und können dank des Open-Source-Gedankens beliebig angepasst werden. Auf dem WikiHouse basiert Petit Place von den niederländischen Architekten von RoosRos.

Ein Beispiel für ein Petit Place. (Foto: RoosRos)
Ein Beispiel für ein Petit Place. (Foto: RoosRos)

Das bietet das Open Source Tiny House Petit Place

Auch beim Petit Place handelt es sich um ein Tiny House, das den Ansatz von WikiHouse etwas weiterspinnt. So werden die Häuser als Bausatz an die Käufer verschickt, mit dabei ist natürlich eine Anleitung für die Häuslebauer. Inbegriffen sind neben der Gebäudehülle die Isolierung, die Fenster und die wasserabweisende Folie fürs Dach. Wer die schlüsselfertige Variante bevozugt, bekommt die Dämmung, eine Küche, das Bad, die Fassadenverkleidung, eine Bodenveredlung und die Elektroinstallation dazu.

Im besten Fall müsst ihr also nichts mehr kaufen. Sogar Hammer und bei Bedarf Treppen liefert RooRos mit. Wer individuelle und perfekt zu Petit Place passende Möbel braucht, wird beim Onlineshop und Kooperationspartner OpenDesk fündig. Also auch dafür ist gesorgt.  Modular aufgebaut ist das Tiny House sowieso, Individualisierungswünsche im Vorfeld oder nachträgliche Veränderungen stellen daher kein Problem dar.

Auf Wunsch auch autark

Typisch und im Bereich der Tiny Houses gerade im Trend: natürliche Materialen, auf Wunsch völlig autark und bei Bedarf an einen anderen Ort verlegbar. Auch wird an Nachhaltigkeit und eine gemeinschaftliche Weiterentwicklung der Pläne gedacht. Das klingt nach einer „runden“ Sache, obwohl die Gebäude optisch eher klassisch gehalten sind. Dafür können Größen zwischen 25m² und 1000m² realisiert werden.

Innen lässt es sich im Petit Place aushalten. (Foto: RoosRos)
Innen lässt es sich im Petit Place aushalten. (Foto: RoosRos)

Laut offizieller Webseite beginnt der Preis für ein Petit Place-Haus bei 25.000 Euro. Hinzu kommen weitere Elemente wie Küche und Dämmung. Bei einem schlüsselfertigen Tiny House müsst ihr mit 2000 Euro pro Quadratmeter rechnen, was im Vergleich zum aktuell populären Brikawood auf den ersten Blick relativ teuer erscheint. Andererseits erhaltet ihr bereits einen Großteil der Inneneinrichtung wie Bad und Küche.

Mehr Energie, als benötigt wird

Einen kleinen Einblick in das Innere eines Petit Place zeigt der Vlogger Joshua in seinem Video…

Interessant: Ein 40m² großes Tiny House von RoosRos wird mit einer Solaranlage ausgestattet, die bis zu 9000 kW/h erzeugen kann. Das wäre die dreifache Menge von dem, was Petit Place durchschnittlich verbrauchen würde. Dieses spezielle Modell verfügt über seitlich montierte Panels. Aber diese Variante ist nur eine von sehr vielen Gestaltungsmöglichkeiten.

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Über Sven

Dass es nicht nur alberne und eigentlich total überflüssige Gadgets gibt, möchte Sven mit GreenGadgets.de beweisen. Denn er ist davon überzeugt, dass auch kleine Ideen, Produkte und "Spielzeuge" die Menschen bereichern können. Abgesehen davon ist Sven als freiberuflicher Berater und Schreiberling tätig. Mehr über ihn gibt's auf Wernicke.net.


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