Der Wachsende Kalender

Monat für Monat zu neuem Gemüse

21. Juni 2018 • 17:35 Uhr

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Schön und unkonventionell - Der Wachsende Kalender. (Foto: Der Wachsende Kalender)

Was tun, wenn schon wieder ein Jahr vorbei ist? Dann wird der alte Kalender entsorgt und ein neuer aufgehängt. Es sei denn, ihr entscheidet euch für den Wachsenden Kalender.

Eine schöne Idee, dieser etwas andere Kalender von Orlando Zaddach, Tobias Aufenanger und Manuela Baron. Das Team aus Nürnberg  erschuf mit Der Wachsende Kalender eine sympathische Alternative zu herkömmlichen Kalendern, wie wir sie in allen erdenklichen Formen und Farben kennen. Denn hier wird aus jedem Monatskalenderblatt im besten Fall ein Pflänzchen. Zum Verspeisen oder Erfreuen.

2019 könnte es mit den ersten Varianten des Kalenders losgehen. (Foto: Der Wachsende Kalender)
2019 könnte es mit den ersten Varianten des Kalenders losgehen. (Foto: Der Wachsende Kalender)

Das ist Der Wachsende Kalender

Es ist ganz einfach: Beginnt ein neuer Monat, reißt ihr das alte Kalenderblatt ab, zerteilt es und pflanzt die Teile in einen mit Erde gefüllten Blumentopf ein. Das Argument der Erfinder, dass aus „Müll“ so Gemüse werde, lasse ich zwar nicht so recht gelten (Papier kann schließlich relativ gut recycelt werden), doch es zählen auch andere Werte: Jedes Kalenderblatt bietet witzige und informative Details über die anzubauende Pflanze, am Ende des Jahres bleibt ein Büchlein mit allerlei Fakten übrig, es wird ein Beitrag gegen die Wegwerfmentalität geleistet und ein Bewusstsein für das Thema “Eigenanbau” geschaffen. All das klingt doch gut, oder?

Auch ein Kalender für Kinder soll erscheinen. (Foto: Der Wachsende Kalender)
Auch ein Kalender für Kinder soll erscheinen. (Foto: Der Wachsende Kalender)

Drei Varianten des Kalenders sind geplant. Beim „Tausendsassa“ erhaltet ihr sechs Blumen- und sechs Kräuter- sowie Gemüsesorten, die besonders pflegeleicht sind. Kindgerecht gestaltet ist dagegen „Mein erster Garten“ mit identischen Samen, die übrigens direkt in das Papier eingebettet wurden. Bei „Vergessene Sorten“ stehen weniger bekannte Arten im Fokus. Egal, welchen Kalender ihr wählt: Ihr benötigt stets genügend Blumenerde, Töpfe und Platz auf einem Balkon.

Schöne Gestaltung. (Foto: Der Wachsende Kalender)
Schöne Gestaltung. (Foto: Der Wachsende Kalender)

Viel Geld wird benötigt

Orlando, Tobi und Manu verfolgen einen ambitionierten Plan. Denn sie wollen via Crowdfunding auf Startnext 12.000 Euro einnehmen. Eine stolze Summe für die Realisierung der drei Kalender. Begründet wird dies mit einem „erheblichen Kapitalaufwand“, da auf eine nachhaltige Produktion geachtet wird. Alles andere wäre inkonsequent. Ihr könnt das Projekt noch bis Ende Juli 2018 unterstützen und euch ein Exemplar von „Der Wachsende Kalender“ sichern. Kostenpunkt: 25 Euro für „Tausendsassa“ oder „Mein erster Garten“ und 35 Euro für „Vergessene Sorten“. Zum Vergleich: Der bereits seit geraumer Zeit erhältliche und ebenfalls bei Startnext finanzierte Nachhaltigkeitskalender kostet knapp 40 Euro.

Mir gefällt der Kalender, auch wenn ich es mir anstrengend vorstelle, jeden Monat einen weiteren Topf zu bepflanzen und diesen an einem geeigneten Ort aufzustellen. Andererseits ist Der Wachsende Kalender sicherlich eine schöne Geschenkidee und weckt die Neugierde. Welches Gemüse wohl bei „Vergessene Sorten“ wieder zum Leben erweckt wird?

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Über Sven

Dass es nicht nur alberne und eigentlich total überflüssige Gadgets gibt, möchte Sven mit GreenGadgets.de beweisen. Denn er ist davon überzeugt, dass auch kleine Ideen, Produkte und "Spielzeuge" die Menschen bereichern können. Abgesehen davon ist Sven als freiberuflicher Berater und Schreiberling tätig. Mehr über ihn gibt's auf Wernicke.net.


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