Pela Case

Umweltfreundliche Schutzhüllen für euer Smartphone

15. Juni 2018 • 14:39 Uhr

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Die etwas bessere Smartphone-Hülle. (Foto: Pela Case)

Billigstes Plastik, chemisch behandeltes Kunstleder und kaum zu recyceln – die meisten Smartphone-Hüllen sind nicht sonderlich umweltfreundlich. Dass es auch besser gehen kann, zeigen die Produkte von Pela Case.

Leider sind die meisten Smartphones heutzutage weder fair produziert, noch ein positiver Beitrag für die Umwelt. Ausnahmen wie das FairPhone 2 und das Shift6m zeigen, dass sich erste Unternehmen daran versuchen, nachhaltige Lösungen im Mobiltelefon-Sektor zu etablieren. Schade eigentlich, dass die Firma Pela Case noch nicht auf die genannten Hersteller aufmerksam geworden ist, würden doch die eigenes entworfenen Smartphone-Hüllen prima zu den „grünen“ Telefonen passen.

Verschiedene Farben sind erhältlich - leider vorrangig für iPhone-Modelle. (Foto: Pela Case)
Verschiedene Farben sind erhältlich – leider vorrangig für iPhone-Modelle. (Foto: Pela Case)

Umweltfreundliche Smartphone-Hüllen von Pela Case

Hinter dem Namen verbergen sich erst einmal ganz normale Handyhüllen, wie es sie in Millionen Formen, Farben und Ausführungen gibt. Pela Case bedient die üblichen Verdächtigen, genauer sämtliche iPhone-Modelle, das Samsung Galaxy S7 und das S8 (Plus). Geräte anderer Anbieter wie Sony, Huawei, LG oder HTC werden gegenwärtig nicht bedacht. Das ändert sich vielleicht noch? Ich hoffe es, denn zumindest das Konzept hinter Pela Case ist interessant.

Zur Sache: Pela Case besteht aus kompostierbaren Materialien, die ohne Hilfe von Mikroorganismen biologisch abbaubar sind – auch wenn ihr die Hüllen nicht einfach in die Biomülltonne werfen könnt, sondern sie in einer industriellen Kompostieranlage oder im Biokomposter entsorgt werden sollten. Zweitgenannte Option kann dann gut und gerne zwei Jahre dauern, bis sich die Hülle auf natürliche Weise zersetzt hat. Möglich wird dies durch den Stoff Flaxstic, der wiederum aus einem bioplastischen Elastomer und Flachsstroh besteht. Auf BPA, Cadmium, Phthalaten oder Blei wird gänzlich verzichtet.

Der gute Wille zählt

Ganz perfekt ist Pela Case nicht, was die Verantwortlichen auch offen kommunizieren. 55 Prozent der verwendeten Rohstoffe stammen aus nicht erneuerbaren Quellen. Das perspektivische Ziel ist es, die Hüllen vollständig mit biologischen Bestandteilen fertigen zu können. Schon jetzt achten die Erfinder auf lokale Wirtschaftskreisläufe (im heimischen Kanada) und einen kleinen ökologischen Fußabdruck. Ein Prozent des Umsatzes werden für wohltätige Zwecke gespendet. Besonders wichtig sind Pela Case saubere, plastikfreie Ozeane – entsprechende Organisationen werden unterstützt.

Sicherlich ist das Konzept von Pela Case, mit einem „grünen Anstrich“ für Aufmerksamkeit und Verkäufe zu sorgen. Doch das sehe ich keineswegs kritisch. Es ist schließlich nicht verwerflich, mit etwas besseren Produkten auch Gewinne zu erzielen. Ganz günstig fallen die Schutzhüllen allerdings nicht aus. Bei Amazon sind die Cases in Universal-Größen und diversen Kolorierungen für um die 40 Euro erhältlich. Oder ihr schaut auf der offiziellen Webseite vorbei. Dort sind weitere Varianten sowie limitierte Editionen zu ähnlichen Preisen verfügbar.

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Über Sven

Dass es nicht nur alberne und eigentlich total überflüssige Gadgets gibt, möchte Sven mit GreenGadgets.de beweisen. Denn er ist davon überzeugt, dass auch kleine Ideen, Produkte und "Spielzeuge" die Menschen bereichern können. Abgesehen davon ist Sven als freiberuflicher Berater und Schreiberling tätig. Mehr über ihn gibt's auf Wernicke.net.


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