CasusGrill

Umweltfreundlicher Einweggrill für den Sommer

26. April 2018 • 19:26 Uhr

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Ansprechend und umweltfreundlich. (Foto: CasusGrill)

In Parkanlagen oder am Baggersee stapeln sich im Sommer die benutzten Einweggrills. Umweltfreundlich? Alles, nur das nicht. Eine natürliche Alternative möchte der CasusGrill sein.

Eines ist klar: Für die einmalige Verwendung vorgesehene Grills produzieren unverhältnismäßig viel Müll. Plastik, Aluminium, Kohlereste – im schlimmsten Fall bleibt der Abfall einfach auf der Wiese liegen. Davon abgesehen ist es möglich, dass Reste des chemischen Anzünders den Weg in die gegrillten Speisen finden. Besser wäre es, auf einen Mehrweg-Grill zu setzen. Doch wer schleppt diesen schon gerne in den Park oder transportiert ihn auf dem Fahrrad umher? Eine Lösung will das dänische Unternehmen CasusGrill mit dem gleichnamigen Produkt gefunden haben.

CasusGrill – der umweltfreundliche Einweggrill

Ein umweltfreundlicher Einweggrill? Wie könnt ihr euch einen solchen vorstellen? Der CasusGrill verzichtet komplett auf eine Metallkonstruktion. Stattdessen besteht das Gehäuse aus Karton, das durch isolierende Lavasteine an den Rändern nicht heiß wird. Erstaunlich, dass sogar der Grillrost aus Bambus gefertigt wurde und beim Grillen nicht in Flammen aufgeht.

Das sieht doch gut aus. (Foto: CasusGrill)
Das sieht doch gut aus. (Foto: CasusGrill)

Die Kohlebriketts sind aus Bambus, das sogenannte Quick Oxylite sorgt für ein schnelles Entzünden. Schade, dass diese Technologie nicht auf der Webseite des Herstellers erklärt wird. Wahrscheinlich handelt es sich um ein Oxalat, also ein Stoff basierend auf der pflanzlichen Oxalsäure.

Gegenüber einem Einweggrill verlangt der CasusGrill eine etwas längere Aufbauzeit, dafür aber scheinen sich Fleisch, Bratlinge und Gemüse etwas weiter weg von der Glut zu befinden. Dadurch brennt das Grillgut nicht unnötig schnell an.

Entsorgung im Lagerfeuer

Was schon ganz interessant ist: Benötigt ihr den CasusGrill nicht mehr, kann er zum Beispiel in einem Lagerfeuer verbrannt werden. Alternativ erfolgt eine Entsorgung wie gewohnt im Hausmüll. Es ist von einer geringeren CO²-Emission gegenüber einem herkömmlichen Einweggrill die Rede. Abgesehen von den Lavasteinen (Perlit) sind sämtliche Bestandteile biologisch abbaubar.

In nur fünf Minuten sollt ihr loslegen können. Und bis zu 60 Minuten hält die Hitze, die sich gleichmäßig und ohne sichtbare Flammen verteilen soll. Der ein Kilogramm leichte CasusGrill erhielt übrigens in der Kategorie „Feel Good“ den Danish Design Award 2017. Zugegeben: Gut sieht das Teil ja auch aus.

Wenn er nicht mehr gebraucht wird, kann er verbrannt werden. (Foto: CasusGrill)
Wenn er nicht mehr gebraucht wird, kann er verbrannt werden. (Foto: CasusGrill)

Sicherlich ist auch der CasusGrill nicht dazu gedacht, einfach „vergessen“ zu werden. Aber wenigstens ist das Gadget sehr viel grüner als der Billig-Einweggrill vom Discounter. Und teuer ist er auch nicht: Er kostet keine 10 Euro und ist unter anderem bei Amazon erhältlich.

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Über Sven

Dass es nicht nur alberne und eigentlich total überflüssige Gadgets gibt, möchte Sven mit GreenGadgets.de beweisen. Denn er ist davon überzeugt, dass auch kleine Ideen, Produkte und "Spielzeuge" die Menschen bereichern können. Abgesehen davon ist Sven als freiberuflicher Berater und Schreiberling tätig. Mehr über ihn gibt's auf Wernicke.net.


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