Verschnitt

Schöne Möbel aus Holzresten

23. August 2017 • 12:30 Uhr

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Schön, aber nicht perfekt. Mit Absicht. (Foto: Verschnitt)

Wenn im Sägewerk Abfälle entstehen, landen diese oftmals im Shredder, Ofen oder Sperrmüll. Viel zu schade, wie zwei Freunde mit Verschnitt zeigen. Unter diesem Namen entstehen attraktive Möbel.

Bereits 2013 kamen der Architekt Dennis Disterheft und der Tischler Richard Sasse zusammen, um im familieneigenen Sägewerk aus Abfallprodukten ansprechende Designobjekte zu erschaffen. Kein abwegiger Gedanke, entstehen doch in der Holzindustrie Jahr für Jahr zahllose Holzabfälle. Optische Schönheitsfehler, Wurmbefall und unförmige Äste macht sich das Duo zunutze. Genauer: Durch diese Reste entstanden individuelle Möbel mit einem außergewöhnlichen Design, bei dem Makel sogar betont werden.

Abatross gewann einen Green Product Award. (Foto: Verschnitt)
Abatross gewann einen Green Product Award. (Foto: Verschnitt)

Nachhaltige Möbel aus Berlin

Nachdem Dennis und Richard mit ihren Werken schnell auf das Interesse potentieller Käufer stießen, entschieden sie sich dazu, unter dem Label Verschnitt eine ganze Serie an Produkten zu entwerfen. Mittlerweile sind Hocker, Regale und Lampen erhältlich, die direkt im eigenen Onlineshop erworben werden können.

Das günstigste Produkt. (Foto: Verschnitt)
Das günstigste Produkt. (Foto: Verschnitt)

Hergestellt werden die Möbel in Berlin. Das Holz stammt nach wie vor aus dem Sägewerk, in dem alles begann. Das befindet sich in Osterburg und bezieht den nachwachsenden Rohstoff aus Wäldern der Umgebung.

Frühstücksbrettchen ab 35 Euro

Günstig sind die schicken „Verschnitte“ nicht. Die einfachste Lampen-Variation beginnt bei 249 Euro. Für die mit einem Green Product Award 2016 ausgezeichnete Leuchte Albatros werden 449 Euro fällig. Ein einzigartiges Frühstücksbrettchen liegt bei 35 Euro.

Ein interessantes Bett... (Foto: Verschnitt)
Ein interessantes Bett… (Foto: Verschnitt)

Betten und Tische sind laut Webseite in Planung, sie befinden sich allerdings noch im Prototypen-Status. Gerade das Stelzen.Bett ist schon eine Kuriosität, aber auch außergewöhnlich…

(via)

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Über Sven

Dass es nicht nur alberne und eigentlich total überflüssige Gadgets gibt, möchte Sven mit GreenGadgets.de beweisen. Denn er ist davon überzeugt, dass auch kleine Ideen, Produkte und „Spielzeuge“ die Menschen bereichern können. Abgesehen davon ist Sven als freiberuflicher Berater und Schreiberling tätig. Mehr über ihn gibt’s auf Wernicke.net.


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