bpure

So werden Kaffeekapsel-Maschinen umweltfreundlicher

24. März 2017 • 20:35 Uhr

Teilen:
Zwar sind verschiedene Farben geplant, angeboten wird zu Beginn nur das schwarze Modell. (Foto: bpure)

Kaffeekapseln sind eine Umweltsünde, teuer und grundsätzlich nicht zu verantworten. Doch dank der bpure Kaffeemühle müsst ihr eure Kapselmaschine nicht gleich entsorgen.

Allein 2014 wurden in Deutschland über drei Milliarden Kaffeekapseln verkauft, der Markt wuchs die letzten Jahre kontinuierlich. Die Folge: Tausende Tonnen Material, das benötigt sowie vernichtet wurde und die Umwelt unnötig belastete. Käufern entsprechender Maschinen war dies zu Beginn womöglich gar nicht bewusst, auch ich benutzte zugegeben recht lange ein solches Gerät. Das Müllproblem war ein Grund, sich von dieser Art Kaffeezubereitung zu verabschieden. Denn so etwas wie bpure gab es zu dem Zeitpunkt noch nicht. Die Idee dahinter ist simpel, aber gut: Es handelt sich um eine handgefertigte Kaffeemühle als Aluminium, die nicht nur den Kaffee mahlt, sondern diesen auch in eine wiederbefüllbare Kapsel stopft.

Der Kaffee wird in die Kapsel gestopft. (Foto: bpure)
Der Kaffee wird in die Kapsel gestopft. (Foto: bpure)

Lieblingskaffee für eure Kaffeekapseln

Was für Kaffee-Liebhaber besonders interessant ist: Bei bpure könnt ihr jede beliebige Kaffeebohne verwenden. Sucht euch also selbst euren Favoriten heraus, mit dem ihr eine Kapsel füllt. Die Mühle kümmert sich nicht nur ums Mahlen, sie bringt den Kaffee auch direkt in die Kapsel. Ausschließlich Nespresso-Maschinen werden gegenwärtig unterstützt. Zum Einsatz kommen Kapseln von mycoffeestar, einem Anbieter wiederverwendbarer Kapseln. Es geht also einzig und allein um die Kaffeemühle, die elektrisch betrieben wird.

Offene Fragen

Besonders bedauerlich in meinen Augen: Der Erfinder Dominik Pfrommer sorgt (hoffentlich) unnötigerweise für Skepsis. Die offizielle Webseite ist noch nicht fertig, auch gibt’s keine Details zum Antrieb und die eigentliche Funktion. Nämlich, wie der Kaffee in die Kapsel kommt. Von einem patentierten Stopfmechanismus ist die Rede, Fakten bekommen Interessierte allerdings nicht. Und das ist ungünstig, schließlich hätte der gute Mann gerne 10.000 Euro bei Startnext für die Umsetzung seiner Idee. Von dem Ziel ist er noch weit entfernt, obwohl ich mir sicher bin, dass ein Bedarf vorhanden ist. Eben weil bpure die Möglichkeit bietet, Müll zu vermeiden und die Stärken einer Kapselmaschine zu verwenden. Beispielsweise spart diese gegenüber hochwertigen Siebträger-Lösungen viel Energie.

Ob die Mühle finanziert wird? (Foto: bpure)
Ob die Mühle finanziert wird? (Foto: bpure)

Ihr wollt das Projekt von Dominik Pfrommer unterstützen? Klickt euch zu Startnext und schießt euer Geld vor. 89 Euro kostet eine Mühle, ab Mai 2017 soll mit der Auslieferung begonnen werden. Für 115 Euro bekommt ihr eine wiederbefüllbare Kapsel mit einem Dichtring noch dazu.

Teilen:

Kommentar schreiben