Bios Urn

Comeback nach dem Tod…als Baum!

10. März 2017 • 17:15 Uhr

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Urnen, aus denen Bäume werden. (Foto: Bios Urn)

Werdet nach eurem Ableben ein Teil von etwas Neuem. Die Bios Urn lässt aus euren sterblichen Überresten Bäume wachsen.

Von spanischen Unternehmen Bios Urns, gegründet von Gerard und Roger Moliné, stammt ein ungewöhnlicher Ansatz. Das Duo entwarf eine Urne, in der irgendwann einmal – in ganz ferner Zukunft – eure Asche aufbewahrt werden könnte. Die Besonderheit: Das aus Torf, Zellulose und Kokosnussschalen bestehende Gefäß zersetzt sich im Laufe der Zeit. Spätestens dann erhalten die Baumsamen und der Dünger im oberen Teil der Urne eine Bedeutung.

Die Urne zersetzt sich vollständig. (Foto: Bios Urn)
Die Urne zersetzt sich vollständig. (Foto: Bios Urn)

Die Verantwortlichen stellen sich vor, dass die Samen durch den Torf und die Nährstoffe Wurzeln schlagen, die sich mit der Asche verbinden. Und mit den Jahren entsteht so aus euren Überresten ein Baum – sofern jemand gewillt ist, das Gewächs zu gießen.

Welcher Baum soll es bei Bios Urn sein?

Bios Urn verspricht diverse Modelle. Oder in dem Fall: Unterschiedliche Baumarten dürft ihr wählen. Ginkgo, Eiche, Ahorn, Esche und Birke stehen zur Verfügung. Das größte Problem ist allerdings hierzulande: Die Bestattung, zum Beispiel auf dem eigenen Grundstück, dürfte gar nicht erlaubt sein, wie das zum Beispiel das Enorm Magazin richtig anmerkt.

Trotzdem verfolgt Bios Urn einen schönen, nachhaltigen und irgendwie auch sehr positiven Ansatz. Wir sterben und hinterlassen einen Baum, sozusagen neues Leben auf diesem Planeten. Wenn Angehörige viele Jahre später unter dem Baum sitzen, denken sie vielleicht an uns. Mir gefällt der Gedanke.

Optionales Hightech

Wer Angst hat, die Bäumchen der Angehörigen könnten zu Beginn eingehen, für den hat der Hersteller übrigens den Incube im Angebot. Das ist eine Art Übertopf mit integrierten Sensoren, der das Wachstum dank Smartphone überwacht und zugleich ein Depot für bis zu drei Wochen Wasser besitzt. Wie praktisch.

Die Urne selbst, die sich freilich auch für geliebte Haustiere eignen dürfte, kostet direkt beim Anbieter ab 145 US-Dollar (rund 125 Euro). Geliefert wird nach Europa bzw. Deutschland, doch wie gesagt: Für die Beerdigung von Menschen dürfte Bios Urn nur in Ausnahmefällen genutzt werden können, zum Beispiel in Waldfriedhöfen.

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Über Sven

Dass es nicht nur alberne und eigentlich total überflüssige Gadgets gibt, möchte Sven mit GreenGadgets.de beweisen. Denn er ist davon überzeugt, dass auch kleine Ideen, Produkte und „Spielzeuge“ die Menschen bereichern können. Abgesehen davon ist Sven als freiberuflicher Berater und Schreiberling tätig. Mehr über ihn gibt’s auf Wernicke.net.


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