Ownhome

Haus-Baukasten für autarkes Leben

17. November 2016 • 10:20 Uhr

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Klein, aber vollständig. (Foto: Ownhome)

Genug von der Zivilisation? Ihr habt bereits ein kleines Gründstück in der Pampa? Jetzt fehlt nur noch ein Haus zum Selberbauen. Mit Ownhome bekommt ihr einen Bausatz für das autarke Leben.

Ein komplettes Haus für den Eigenbau und ein energie- sowie wasser-autarkes Leben könnt ihr euch für deutlich unter 70.000 Euro sichern. Das zumindest versprechen die Schöpfer von Ownhome, die aktuell leider recht erfolglos bei Startnext ihr Konzept finanzieren möchten. Das mag einerseits daran liegen, dass die Idee nicht völlig neu ist, andererseits existieren im Bereich Tiny Houses eben auch viele Konkurrenten.

Die Holzkonstruktion alleine kostet unter 30.000 Euro. (Foto: Ownhome)
Die Holzkonstruktion alleine kostet unter 30.000 Euro. (Foto: Ownhome)

Klein, wirklich klein

Ja, groß ist Ownhome wahrlich nicht. Der Innenraum besitzt eine Grundfläche von rund 18m², als Baumaterialien werden Holz, Kalk und Lehm verwendet. Ein hoher Raum und große Fensterflächen waren den Verantwortlichen wichtig. Für die gesamte Beleuchtung werden nachhaltige LEDs der Firma Relumity genutzt. Die nötige Energie wiederum erzeugt eine Photovoltaikanlage, die einen Batteriespeicher füllt und das Gebäude mit Gleichstrom versorgt.

So kann ein Ownhome im besten Fall aussehen. (Foto: Ownhome)
So kann ein Ownhome im besten Fall aussehen. (Foto: Ownhome)

Der grundlegende Ansatz ist durchaus interessant: So genügen zwei Menschen ohne umfangreiches Fachwissen, um das Haus aufzustellen. Der Bausatz enthält alles, was benötigt wird. Mit dabei sind ein Heizofen, eine professionelle Dämmung und eine (zwangsläufig zeitlich beschränkte) Unabhängigkeit vom Wassernetz.  Technologie wird in erster Linie dazu genutzt, um die Effizienz (Strom, Wasser, Heizung) zu steigern, sonst aber wird besonders auf eine Schonung der Ressourcen und nicht auf Verschwendung geachtet.

Bisher kein Erfolg bei Startnext

Ich muss zugeben, dass das Werbevideo einen etwas esoterischen Touch vermittelt. Trotzdem gefällt mir das Prinzip, da ihr ein Komplettpaket erhaltet. Ob es dann letztlich ein modernes Gartenhäuschen oder gar ein dauerhafter Ort zum Leben wird – das ist eine ganz andere Frage.

Für Startnext-Verhältnisse mag das Finanzierungsziel von 37.500 Euro recht hoch ausfallen, auf dem Crowdfunding-Portal tummeln sich in erster Linie Projekte mit kleineren Zielen. Vielleicht schreckt das potentielle Interessenten ab? Dabei muss sich niemand ab 24.800 Euro einen Bausatz (Holzkonstruktion, Fenster, Türen) sichern. Für 250 Euro gibt’s einen Workshop für diejenigen, die mit dem Hausbau liebäugeln. Für meinen Geschmack fehlt eine DIY-Bauanleitung mit Komponenten-Liste, die die Verantwortlichen hätten ja auch zu einem niedrigeren Preis zur Verfügung stellen können.

Weitere Details – auf dem Crowdfunding-Portal oder der offiziellen Webseite.

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Über Sven

Dass es nicht nur alberne und eigentlich total überflüssige Gadgets gibt, möchte Sven mit GreenGadgets.de beweisen. Denn er ist davon überzeugt, dass auch kleine Ideen, Produkte und „Spielzeuge“ die Menschen bereichern können. Abgesehen davon ist Sven als freiberuflicher Berater und Schreiberling tätig. Mehr über ihn gibt’s auf Wernicke.net.


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