Coffee to go again

Aufkleber statt Wegwerfbecher

3. August 2016 • 12:32 Uhr

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Ein Sticker kann sehr viel bewirken. (Foto: Coffee to go again)

Nicht nur Projekte wie GrowPauli haben dem Coffee-to-Go-Becher den Kampf angesagt. Mit Coffee to go again sollen Menschen dazu animiert werden, sich für Mehrwegbecher zu entscheiden.

Die Politik-Studentin Julia Post hat sich das Ziel gesetzt, Einwegbecher zu verbannen. Kein Wunder, landen statistisch gesehen laut Deutscher Umwelthilfe (DUH) stündlich 320.000 Stück im Müll. Auch besagtes Projekt GrowPauli nutzt diese Zahl zum Schockieren, und tatsächlich muss etwas dagegen getan werden. Die Münchnerin setzt allerdings nicht auf kompostierbare Behälter für Kaffee, sondern einerseits auf Aufkleber, andererseits auf Aufklärung.

Sticker für Mehrwegbecher

Seit über einem Jahr versucht Julia Post etwas zu verändern. So sorgte sie dafür, dass Aufkleber mit dem Logo der Initiative an diversen Cafés und Bäckereien angebracht wurden. Diese symbolisieren, dass mitgebrachte Becher der Gäste zum Ausschenken akzeptiert werden. Eine simple, aber höchst effektive Lösung. Und über 200 Geschäfte deutschlandweit nehmen bereits an dieser Kampagne teil.

Könnte an jedem Bäcker hängen. (Foto: Coffee to go again)
Könnte an jedem Bäcker hängen. (Foto: Coffee to go again)

Ein Sticker am Fenster des Cafés – ich finde diese klitzekleine Idee schon sehr hilfreich. Denn ich glaube, die größte Hürde für viele Konsumenten ist es, mit einem Mehrwegbecher aus Keramik oder notfalls Plastik in den Laden zu gehen. Was, wenn man vom Verkäufer doof angeguckt wird? Zusätzlich plant die 26-Jährige Workshops, Publikationen und sogar eine App. Mit der könnte man hoffentlich sehen, welcher Laden die Abfallvermeidung unterstützt. Eine Google-Maps-Karte wurde immerhin schon einmal erstellt.

Projekt unterstützen

Bis die Müllberge durch weniger Coffee-to-Go-Becher im Alltag wirklich schrumpfen, ist es wohl noch ein langer Weg. Denn allein schon in der hiesigen Lebensmittelverordnung müsste eigentlich angegeben werden, dass das Befüllen selbst mitgebrachter Gefäße erlaubt ist. Auch könnte eine Besteuerung von Einwegbechern eine Trendwende einläuten. Da hat Coffee to go again also noch eine Menge Aufklärungsarbeit vor sich.

Mit eurer Unterstützung kann die Vision vorangetrieben werden. Bei Startnext sammelt Julia aktuell Geld ein, um Coffee to go again auszubauen. 30.000 Euro sind das gewünschte Ziel, ein Drittel der Summe wurde schon eingenommen. Damit werden immerhin schon erste Aktionen realisiert.

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