soulbottles

Stylische Trinkflaschen für Plastikverweigerer

7. Juli 2016 • 18:20 Uhr

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Schön anzusehen sind sie auch. (Foto: soulbottles)

Seit vier Jahren steht der Name soulbottles für plastikfreie Trinkflaschen aus Deutschland. Das Berliner Startup erweitert die Kollektion und braucht noch etwas Geld. Von euch.

Bis Ende Juli 2016 sammelt das Unternehmen bei Startnext schnöden Mammon von denjenigen ein, die an den Produkten von soulbottles interessiert sind. 30.000 Euro sollen mindestens eingenommen werden, auch um die Idee der Firma voranzubringen. Das große Ziel ist es nach wie vor, schicke Trinkflaschen, die namensgebenden soulbottles, als Alternative zu wenig umweltfreundlichen Plastikflaschen zu etablieren. Gründe gibt es viele: Müllberge, Umweltverschmutzung, Energieverschwendung bei der Herstellung, eine Gefahr für Meeresbewohner und auch ohne BPA (Bisphenol A) ein potentielles Risiko für den menschlichen Organismus. Glas dagegen lässt sich perfekt wiederverwerten und verzichtet komplett auf bedenkliche Stoffe.

Viele Motive stehen zur Auswahl. (Foto: soulbottles)
Viele Motive stehen zur Auswahl. (Foto: soulbottles)

Glas ist besser als Plastik

Auf der offiziellen Webseite gibt’s weitere und schön beschriebene Erläuterungen, die für Glas und gegen Plastik sprechen. Bei soulbottles scheint eine Extraportion Überzeugung mitzuschwingen, was das Konzept für mich auch sympathisch macht. Mit Unterstützung der (grünen) Crowd soll das Sortiment erweitert werden. So ist erstmals eine Flasche mit einem 1l-Fassungsvermögen geplant, genauso will man einen wiederverwendbaren Coffee to go-Becher mit Keramikdeckel realisieren. Spezielle soulsleeves für bereits vorhandene oder künftige Flaschen gibt’s außerdem. Das sind robuste Schutzhüllen aus Kork – optisch sehr passend zu den Glasflaschen.

Stabile Tassen - mal was Neues. (Foto: soulbottles)
Stabile Tassen – mal was Neues. (Foto: soulbottles)

Bei den 1l-Flaschen, die sich zu den längst erhältlichen 0,6er-Varianten gesellen, hat sich nichts geändert. Zugemacht werden sie durch einen klassischen Bügelverschluss, dicht sind sie dank Naturkautschuk. Der bringt auch Nachteile mit sich, die nicht vollständig zu vernachlässigen, aber beim Privatgebrauch vermutlich nicht dramatisch sind. Für knapp 25 Euro könnt ihr euch bei Startnext eine „große“ soulbottle sichern, zum gleichen Preis erhaltet ihr im Onlineshop sonst die 0,6l-Flaschen in zig hübschen Motiven. Löblich: 1 Euro pro verkauftem Exemplar werden für Viva con Agua gespendet.

Der Kork-Schutz. (Foto: soulbottles)
Der Kork-Schutz. (Foto: soulbottles)

Wieso Crowdfunding?

Es ist immer so eine Sache: Da hat soulbottles eigenen Aussagen zufolge über 20 Mitarbeiter, möchte aber solch an sich überschaubare Summen mittels Crowdfunding einnehmen. Wieso? Es fühlt sich dezent komisch aus. Andererseits solltet ihr nicht vergessen: Wir reden hier über ein modernes Startup, das Startnext durchaus als Marketing-Instrument nutzt und so festgestellt werden kann, ob überhaupt Interesse an neuen Flaschen oder Tassen besteht. Das klingt plausibel. Und dann setzen die Gründer sogar noch auf Holokratie, eine meiner Auffassung nach zeitgemäße Unternehmensform? Klasse!

Mehr Infos bekommt ihr bei Startnext. Dort schießt ihr euer Geld bei Interesse vor. Weitere Details erhaltet ihr außerdem auf soulbottles.de.

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Über Sven

Dass es nicht nur alberne und eigentlich total überflüssige Gadgets gibt, möchte Sven mit GreenGadgets.de beweisen. Denn er ist davon überzeugt, dass auch kleine Ideen, Produkte und „Spielzeuge“ die Menschen bereichern können. Abgesehen davon ist Sven als freiberuflicher Berater und Schreiberling tätig. Mehr über ihn gibt’s auf Wernicke.net.


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3 Kommentare

  1. Ich find die Soulbottles ja nett, aber eigentlich zu teuer. Da kann man sich ja auch eine normale Bierflasche kaufen und ausspülen. Die Idee dahinter ist natürlich cool, auch wenn ich Glasflaschen für unterwegs unpraktisch finde. Der Korkschutz macht es etwas besser, aber wirklich toll fände ich sowas im Rucksack nicht.

    Ich hab mir letztens sowas überteuertes als Ersatz für ToGo-Becher (die ich kaum nutze) gegönnt, aus Bambus, sehr chic http://www.dresden-onlineshop.de/dresden-souvenirs/dekoration-und-geschirr/bamboo-cup-der-umweltfreundliche-kaffee-to-go-becher-595 (landet nun bestimmt im Spam wegen des Links)
    Gibt es Trinkflaschen aus Bambus? Finde die Idee sehr cool, quasi unkaputtbar und umweltfreundlich.

    Antworten
    • Ja, die Idee der SoulBottles basiert ja auch auf alten Whiskey-Flaschen, die umfunktioniert wurden. 😀 Mit Bambus-Schutz finde ich die Glasflaschen auch sehr viel sinnvoller, sonst hätte ich ständig Angst. Da fänd ich es ja spannend, ob man künftig so etwas wie Gorilla Glass nutzen könnte?

      Bei der Bambus-Sache: Wie haben die das gemacht? Sind diese komplett aus Holz? Und wie ist die Beschichtigung innen? Find ich ziemlich cool!

      Antworten
  2. Das sind Bambusfasern, daraus gibt es ja mittlerweile einige Dinge, das ist hart wie Plastik und fast gleich glatt, hat eine etwas raue Struktur.

    Gorillaglass ist doch das, was bei Handys immer sofort zerbricht? 😛 Glaube nicht, dass das bei einem Sturz aus Hüfthöhe viel bringen würde.

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