Runcible

Nachhaltiges Smartphone im Stil einer Taschenuhr

20. Juni 2016 • 11:40 Uhr

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Attraktiv und mit nachhaltigen Ansätzen. (Foto: Monohm)

Holz und Plastikmüll aus dem Pazifischen Ozean werden für die Herstellung dieses einzigartigen Smartphones verwendet. Und das ist nicht die alleinige Besonderheit von Runcible.

Im März 2015 präsentierte das US-Unternehmen Monohm ein „Anti-Smartphone“, das auf den ersten Blick wie eine klassische Taschenuhr aussah. An der unkonventionellen Optik hat sich nichts geändert, doch das gute Stück ist nun doch wieder mehr Mobiltelefon, als ursprünglich beabsichtigt. Allerdings bleiben die Schöpfer dabei: Das Telefon soll nicht piepen, mit Benachrichtigungen nerven und Nutzer unnötig aus dem echten Leben reißen bzw. sie ablenken. Dafür sorgt das eigens entwickelte Betriebssystem BuniOS, das auf Android 5.1 basiert und demnach auch eine Verwendung regulärer Apps möglich ist.

Könnte auch ein Taschenspiegel sein. (Foto: Monohm)
Könnte auch ein Taschenspiegel sein. (Foto: Monohm)

Fast normales Smartphone

Sowieso steckt in dem runden Gehäuse recht reguläre Technik, abgesehen vielleicht von dem 2,5 Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 640 x 640 Pixeln. So verbaut Monohm einen Snapdragon 410 Quadcore-Prozessor, dem 1GB RAM und 8GB Flash-Speicher zur Verfügung steht. Das ist – bezogen auf die Hardware – Smartphone-Einsteigerklasse. Aber wie gesagt: Der Fokus ist ein anderer. Das Smartphone ist quasi Mittel zum Zweck. Ihr könnt Fotos mit der 7 Megapixel-Kamera schießen und diese optional auf die microSD-Speicherkarte sichern. Nutzt Runcible zum Telefonieren (UMTS, Quad-Band-GMS) oder Surfen im Internet. WIFI, Bluetooth 4.1 und GPS fehlen natürlich nicht. Nur möchte euch das Gerät keinesfalls aus dem Alltag reißen. Es sieht sich mehr als unauffälliger Begleiter, der euch nicht mit der digitalen Welt stressen will. Ein schöner Ansatz.

Holz aus Kalifornien. (Foto: Monohm)
Holz aus Kalifornien. (Foto: Monohm)

Nachhaltigkeit?

Und da ist noch eine kleine Portion Nachhaltigkeit. Die rund 500 US-Dollar teure Lovelace-Edition besitzt eine Holzrückseite, die Komponente stammt aus dem kalifornischen Mendocino County und wurde von einem lokalen Unternehmen angefertigt. Für 400 US-Dollar gibt’s die Babbage-Version mit einem Kunststoff-Gehäuse. Das Plastik wurde aus dem Pazifik „gefischt“ und recycelt. Die elektronischen Bauteile erfüllen immerhin die RoHS-Richtlinien. Und ein weiteres wichtiges Element: Laien sollen Runcible selbst reparieren können, was der Langlebigkeit des Produkts nur förderlich ist.

Ein nachhaltiger Ansatz und eine frische Idee  – mir gefällt Runcible. Und ich bin guter Dinge, dass die Mischung aus Taschenuhr und Smartphone bei Indiegogo ein Erfolg wird. Dort sammeln die Verantwortlichen 250.000 US-Dollar ein, um die Massenproduktion anstoßen zu können. Weitere Informationen erhaltet ihr auf dem Crowdfunding-Portal und auf der offiziellen Webseite.

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Über Sven

Dass es nicht nur alberne und eigentlich total überflüssige Gadgets gibt, möchte Sven mit GreenGadgets.de beweisen. Denn er ist davon überzeugt, dass auch kleine Ideen, Produkte und "Spielzeuge" die Menschen bereichern können. Abgesehen davon ist Sven als freiberuflicher Berater und Schreiberling tätig. Mehr über ihn gibt's auf Wernicke.net.


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